und raus bist du? – Berliner EPD-Kampagne 2014

 

Frauen verdienen in Deutschland bei gleicher Qualifikation und gleicher geleisteter Arbeit häufig weniger als Männer. Der Lohnunterschied liegt  im Jahresendvergleich bei minus 22 Prozent. Dies widerspricht nicht nur dem Grundgesetz nach dem Gleichheitsprinzip der Geschlechter, sondern ist gesamtgesellschaftlich mit weit reichenden Folgen verbunden. Das zeigt sich spätestens bei einem Vergleich der Renten von Frauen und Männern. Hier liegt die Differenz bei der Alterssicherung derzeit bei 60 %.

Die Ursachen liegen in den Unterbrechungszeiten durch Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen, sowie in der überproportionalen Beschäftigung von Frauen in Minijobs und Teilzeitarbeit. Altersarmut ist in Deutschland weiblich!

Daher lautet das diesjährige Motto des Equal Pay Day am 21. März 2014
„ … und raus bist du? Minijobs und Teilzeitarbeit nach Erwerbspausen.“

 

 21. März – Tag der Lohngerechtigkeit

Am 21.März ist Equal Pay Day – der Aktionstag für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Denn Frauen verdienen nach wie vor im Schnitt rund ein Viertel weniger als Männer. Wie kann das sein, dass junge Frauen die Bildungsgewinnerinnen sind und trotz allem erst am 21. März soviel Geld für ihre Arbeit erhalten, wie Männer schon am 31. Dezember eingenommen haben?

Der Equal Pay Day wurde 2008 in Deutschland in Berlin und vielen anderen Städten eingeführt, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und  damit die Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer nicht beim Geld aufhört.

Lassen Sie die Vision einer gleichen Bezahlung für gleiche Arbeit Wirklichkeit werden!

 

22 Prozent Rabatt für Frauen in BerlinDie Aktion am 21.3.2014

In Berlin rufen auch in diesem Jahr die bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Koope­ra­tion mit den Frauen des Business and Professionell Women Germany – Club Berlin und dem FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) Unternehmen dazu auf, Frauen am 21. März einen Rabatt von 22 Prozent auf ausgewählte Waren und Dienst­leis­tungen einzuräumen.  Presse und Medien werden im Vorfeld über die Aktion informiert und animiert die Kampagne anzukündigen.


Beteiligen Sie sich!

Wir suchen Unternehmen, Geschäfte, Restaurants, Cafés usw., die sich an der 22% Rabatt-Kampagne beteiligen.

Ihr Rabatt-Angebot für den 21.3.2014 wird auf der Website www.22-prozent.de unter der Rubrik „Wer gewährt Rabatt“ mit Unternehmens-Adresse und bezirklicher Zuordnung des Unternehmenssitzes veröffentlicht.
Auf der Aktions-Website  finden Ihre Kundinnen alle betei­lig­­ten Unternehmen mit Adressen nach Branchen und Bezirken gelistet.

Frauen beteiligen sich an der Aktion, indem Sie am 21. März 2014 kräftig bei den Rabatt gebenden Unternehmen shoppen und rote Taschen tragen, die auf die roten Zahlen in ihren Geldbörsen aufmerksam machen.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in den Bezirken, bei ihnen geben Sie Ihre Rabattinformation bekannt.

Durch Ihre Teilnahme an unserer Aktion können Sie das Anliegen des EQUAL PAY DFAY unterstützen und deut­lich machen, dass auch Sie sich als Unternehmerinnen und Unternehmer für Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern einsetzen.

 

Extrablatt

Wie im vergangenen Jahr werden die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten gemeinsam mit dem Business and Professional Women Germany e.V., der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und dem Landesfrauenrat ein “Extrablatt” mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren herausbringen. In diesem Jahr konnten wir namhafte Autorinnen gewinnen (u.a. Prof. Jutta Allmendinger) , die zu dem Titel „Frauen-fallen“  deutliche Worte finden.

In der Woche des 21. März 2014 findet die Verteilung des Extrablatts an zentralen Stellen in Berlin statt. Selbstverständlich wird im Skandalblatt für die Rabattaktion geworben.